Die LEAD-Detect Studie
Die LEAD-Detect Studie
Die LEAD-DETECT-Studie ist eine prospektive Teilstudie zur Lungenkrebsvorsorge, die in die LEAD-Kohorte eingebettet ist. Sie zielt darauf ab, die Durchführbarkeit und Wirksamkeit eines auf Risikoprognosen basierenden Ansatzes zur Lungenkrebsvorsorge in Österreich zu bewerten und Evidenz für die Einführung eines nationalen Vorsorgeprogramms zu liefern.
Die Studie konzentriert sich auf drei Bereiche:
- Früherkennung von Lungenkrebs mittels Niedrigdosis-Computertomographie (LDCT) bei Personen mit erhöhtem Risiko.
- Identifizierung und Risikostratifizierung verdächtiger Lungenknoten gemäß internationalen Screening-Leitlinien.
- Erkennung klinisch relevanter Begleiterkrankungen im Zusammenhang mit Rauchen und Lungenkrebsrisiko, einschließlich Emphysem und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Das LEAD-DETECT-Untersuchungsprogramm umfasst eine Risikobewertung unter Verwendung validierter Modelle zur Vorhersage von Lungenkrebs, eine Niedrigdosis-CT-Untersuchung des Brustkorbs, eine fachärztliche radiologische Beurteilung von Lungenknoten sowie die Beurteilung von Zufallsbefunden und rauchbedingten Begleiterkrankungen. Die im Rahmen der Studie gewonnenen Daten tragen zur Entwicklung evidenzbasierter Strategien für ein integriertes Lungenkrebs-Screening und die Lungenkrebsprävention in Österreich bei.
Aktueller Stand:
LEAD-DETECT wurde als Österreichs erstes prospektives Pilotprogramm zur Lungenkrebsvorsorge ins Leben gerufen. Teilnehmer im Alter von 50 bis 74 Jahren mit einem erhöhten Sechsjahresrisiko für Lungenkrebs, die innerhalb der LEAD-Kohorte mithilfe des PLCOall2014-Risikovorhersagemodells identifiziert wurden, wurden zu einer LDCT-Vorsorgeuntersuchung eingeladen. Bis heute haben 378 Teilnehmer die Erstuntersuchungen abgeschlossen. Bei 4,7 % wurden Lungenknoten mit hohem Risiko festgestellt. Darüber hinaus wurden weitere Erkrankungen wie Emphyseme und Koronararterienverkalkungen festgestellt. Die Ergebnisse belegen das Potenzial einer auf der Risikovorhersage basierenden Screening-Strategie zur Identifizierung von Personen, die einem Risiko für Lungenkrebs und andere rauchbedingte Erkrankungen ausgesetzt sind, und liefern wichtige Belege für die künftige Einführung eines nationalen Lungenkrebsfrüherkennungsprogramms in Österreich.
Die nächsten Untersuchungen starten im Juli 2026.
